Schlacht um Berlin

Die Reichshauptstadt als Schlachtfeld und Endpunkt des 2. Weltkrieges in Europa

1. Die Jahreswende 1944/45 in der Frontstadt Berlin

Silvester 1944; in der Nacht zu Neujahr 1945 ist in Berlin statt der traditionellen Kirchenglocken nur das Dröhnen eines britischen Bomberverbandes mittlerer Größe zu hören, dann das Mündungsbellen von Flaksperrfeuer, das ferne Krepieren von dessen Granaten – konkurrierend mit dem nahen der Sprengbomben, Bersten von Mauern, Einstürzen von Gebäuden, das kaminhafte Geräusch lodernder Flammen, einzelne Hilferufe, Schreie, Wehklagen vor dem perpetuiert unisonen Brummen von hunderttausenden PS aus großer Höhe sowie den Fallgeräuschen weiterer Luftminen, Stabbrandbomben ...

Berlin ist jahrelang schwer geprüfte Frontstadt im Luftkrieg, jetzt nähert sich ihr auch der apokalyptische Reiter Landkrieg.

Im Radioprogramm wird zum ersten Mal auch auf die "Hymne an die Freude" aus Beethovens 9. Symphonie verzichtet. Stattdessen spricht Hitler: "... dass sich dereinst auch die deutschen Städte wieder aus ihrem Trümmerhaufen erheben werden, zu neuen Plätzen deutscher Städteherrlichkeit. Der nationalsozialistische Staat wird mit seiner Energie und Tatkraft alles das, was heute zur Zerstörung verfällt, in einigen Jahren neu errichten."

Adolf Hitler wird vier Monate später tot sein, und der nationalsozialistische Staat bzw. das, was dann von ihm noch übrig ist, überlebt seinen Initiator und Beherrscher nur um wenige Tage. Mit dem gewaltsamen Ableben der symbolhaften Personifikation des Großdeutschen Reiches, mit dem Tod des "Führers", ist ein weiteres gigantisches, zwar tausendjährig postuliertes, jedoch kurzlebiges Experiment in der Menschheitsgeschichte beendet sein.

Der letzte große (Gegen-) Angriff der Deutschen im Zweiten Weltkrieg findet ab Mitte Dezember 1944 im Westen ...

LESEN SIE HIER WEITER - Schlacht um Berlin - 2. Die Lage an der Westfront Ende 1944 bis Anfang 1945

Recherche und Texte von ogency.de

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